Standardtherapien

Ist ein bösartiger Tumor wirklich diagnostiziert, so stellt sich als erstes die Frage ob er operiert werden muss. Selbstverständlich ist nach der Operation der Tumor beseitigt, nicht aber der Grund (Giftstoffe, Dauerstress) warum er entstanden ist. Ein Symptom, der Tumor, wurde beseitigt. Das ist so als ob ich Schmerzen (ein Körpersignal) mit einer Schmerztablette heilen möchte, statt nach dem Grund für die Schmerzen zu suchen. Über kurz oder lang entsteht ein weiterer Tumor.

Der Schulmediziner spricht dann etwas von ausgesäten Metastasen. Um das zu vermeiden wird mit Bestrahlungen und Chemotherapie begonnen. In beiden Fällen ist die Erbsubstanz der Krebszelle das Ziel. Weder die Strahlen noch die Chemotherapeutika können aber spezifisch Krebszellen erkennen. Sie töten jede sich gerade teilende Zelle, z.B. auch die weißen Blutkörperchen, die Träger der Immunabwehr. Dabei nutzen beide Therapien eine Eigenschaft der Erbsubstanz. Die Erbsubstanz DNS (DNA) ist außerhalb der Zellteilung durch Histone geschützt. Die Giftstoffe und Strahlen sind so dosiert, dass sie der Erbsubstanz nur im nicht geschützten Zustand schaden können.

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Chemo aber sowohl wie Strahlen aktivieren die schlafenden Progenitorstammzellen in den Körpergeweben. Nach einiger Zeit (einige Monate bis zu 2 Jahren) entstehen also neue bösartige Tumore.

Und noch etwas kommt hinzu. In den Mitochondrien ist die Mitochondrien-eigene-DNS nie geschützt. Unter der Therapie wird sie zerstört. Einmal zerstörte Mitochondrien sind auf immer verloren. Damit verliert aber die Zelle die Fähigkeit zur Apoptose, zur natürlichen Selbstzerstörung.

Hier spricht der Schulmediziner wieder von Metastasen (der Krebs hat halt leider gestreut). Da die Ursache (Giftstoffe, Dauerstress) nicht beseitigt werden ist das weitere Schicksal vorprogrammiert.

Nun wird Ihnen immer wieder erzählt, Chemotherapie würde Krebs heilen, schließlich gibt es Leute, die danach gesund geworden sind. Dazu eine kleine Geschichte. Vier Leute haben einen ordentlichen Schnupfen. Einer nimmt ein ganz neues Grippemittel, ein anderer Vitamin C, ein dritter heiße Hühnerbrühe mit Ingwer und der vierte schleppt sich mit Fieber zur Arbeit und erholt sich bei Bier und Zigaretten in einer verräucherten Kneipe. Nach 10 Tagen sind alle vier gesund. Jeder wird von seiner Methode gesund zu werden schwärmen. Zumindest bei Nummer vier ist klar, dass er nicht auf Grund der Arbeit-Bier-Zigarettentherapie gesund wurde, sondern trotzdem.

Um herauszufinden was wirklich hilft, brauche ich eine möglichst große Gruppe an Patienten von denen die eine Hälfte ein Mittel bekommt und die andere nur ein Scheinmittel. Dann vergleiche ich die Krankheitsverläufe. Bei Krebs kann man von einer Heilung dann sprechen, wenn man nach 5 Jahren noch am Leben ist. Am Deutschen Krebsforschungszentrum hat man nun verglichen, wie die 5 Jahresüberlebensrate bei bestimmten Krebsarten mit und ohne chemotherapeutischer Behandlung war (Abel 1992). Es zeigte sich dabei, dass die Chemotherapie zwar bei Leukämien und einigen frühkindlichen Krebsarten aber bei keinem einzigen soliden Tumor (epitheliale Tumore) einen Vorteil brachte. Die gleiche Studie wurde mit gleichem Ergebnis wiederholt (Morgan, Ward, Barton 2004). Die logische Folgerung (aus wissenschaftlicher Sicht) daraus wäre, die Chemotherapie als erwiesen unwirksam bleiben zu lassen. Tatsache ist, dass sich niemand sich darum gekümmert hat. Die Gründe dafür lassen sich nur vermuten.

Statistik
Wenn das so ist, woher kommen dann die ganzen tollen Ergebnisse mit neuen Krebsmittel? Sind deren Zahlen alle gelogen? Nein, die Zahlen und deren Statistik stimmen in der Regel schon. Aber die wenigsten Menschen und auch die wenigsten Ärzte können Statistiken lesen.

Das erste ist, als Bezugspunkt für eine Heilwirkung wird nie die fünf Jahre Überlebensrate genommen, sondern die Remissionsrate in wie vielen Fällen sich ein Tumor zurückgebildet hat (meist verkleinert hat) und das wird nicht etwa mit einer Nichtbehandlung verglichen, sondern mit einem „Standardmedikament“. Wenn das Standardmedikament aber schon (in Bezug auf die fünf Jahre Überlebensrate) nichts bringt, nützt es dem Patienten wenig, wenn das neue Medikament „häufiger“ zu einer Tumorverkleinerung führt.

Verfolgt man die Studienergebnisse, so werden sie spätestens nach 2-3 Jahren nicht weiter veröffentlicht, auch wenn das angekündigt war. Zu viele Patienten sind dann an den sog. Metastasen gestorben (da war halt der Krebs stärker).

Geradezu aberwitzig klingen für einen Wissenschaftler aber die Statistiken über die Lebenswahrscheinlichkeiten mit und ohne Krebstherapie. Der Verlauf der Sterblichkeit bei Krebs (konventionell behandelt) sieht etwa so aus: Ein Teil der Patienten stirbt bereits in der ersten Phase. Ist der Anfangskrebs überwunden, kommen die sog. Metastasen, an denen nach 6 Monaten bis zu 2-3 Jahren ein weiterer Teil stirbt. Wer diese Phase überlebt hat, stirbt dann in den folgenden Jahren aber meist nicht an Krebs sondern eventuell mit ihm. Rein arithmetisch kann ich natürlich auf einen Mittelwert kommen, der aber mathematisch falsch und ohne Aussage ist. Mittelwerte machen nur Sinn, wenn es sich um Verteilungen handelt, die einer Normalverteilung angenähert sind. Der Mittelwert kann an einem Punkt liegen, wo kaum jemand stirbt. Aber das sind die Prognosen, die man von den Ärzten hört.

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Jedem der Versuchsdaten ausgewertet hat, ist klar, hier liegen drei Gruppen von Patienten vor. Für eine Prognose wäre es sinnvoll zu wissen, zu welcher Gruppe ein Patient gehört. Aber das ist fast unmöglich.

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