Was ist Krebs?

Krebs ist eine Erkrankung des ganzen Menschen, von Körper, Geist und Seele.

Wir wollen jetzt nur bösartige Tumore behandeln. Leukämien werden eher aus Verlegenheit ebenfalls zu Krebs gezählt, weil man sonst keine Schublade dafür hat.

Hier müssen wir kurz auf die Unterscheidung von Wissenschaft und Medizin eingehen. In der Wissenschaft untersuchen Wissenschaftler eine Sache und schließen daraus mit Vermutungen (Hypothesen) auf größere Zusammenhänge. Dass diese Hypothesen richtig sind, dafür sprechen bestimmte Tatsachen. Es kann aber niemals bewiesen werden, dass die Hypothesen richtig sind. Es kann aber bewiesen werden, wenn sie falsch sind. Wenn viele Versuche gescheitert sind eine Hypothese zu widerlegen, dann gilt die Hypothese als Theorie, die von vielen auf diesem Fachgebiet als richtig angesehen wird. Das heißt aber nicht, dass sie sich eines Tages nicht doch als falsch herausstellt. Das war bisher schon recht oft der Fall. Man muss dann die Theorie ganz oder teilweise über Bord werfen. Es spielt für richtig oder falsch keine Rolle, wie viele sie bisher für richtig gehalten haben (Wissenschaft ist in diesem Punkt nicht demokratisch) oder wer sie widerlegt hat. Das waren sehr oft Außenseiter.

Wie wir sehen werden, ist das in der Medizin ganz anders. Zwar versucht sie oft sich den Mantel der Wissenschaftlichkeit umzuhängen, aber es wird ein großer Wust an widerlegten Ansichten mitgeschleppt, weil irgendwelche Meinungsführer ihre Fehler nicht korrigiert haben und eine Mehrheit an Medizinern ihnen blindlings folgt. Die Erziehung zur Kritikfähigkeit ist nicht Bestandteil der Medizinerausbildung. Nur ein Beispiel ist die Empfehlung bei Osteoporose viel Milch zu trinken, obwohl dies schädlich ist. Wer mit wissenschaftlichen Gegenbeweisen ankommt wird als Spinner und Außenseiter abgetan. Vom Standpunkt eines Wissenschaftlers aus ist das nicht nur arrogant, sondern außerordentlich dumm. Man braucht sich deshalb nicht mit Fakten auseinandersetzen, weil sie einem nicht in den Kram passen und man offenbar schon alles weiß.

Doch jetzt zum Tumor:
In einem Organ beginnt eine Wucherung, die immer weiter geht. Es gab die Hypothese, das beruhe auf einer Mutation in der Erbsubstanz. Man hat das angenommen, weil durch Bestrahlung mit Röntgenstrahlen oder radioaktiven Strahlen aber auch mit vielen Giften Krebs hervorgerufen werden kann. Es sind übrigens genau die gleichen Giftstoffe bzw. Strahlen. die man bei der Krebstherapie einsetzt. Dazu wurde bereits 1969 (McKinney 1969) der Versuch gemacht aus einer Krebszelle den Zellkern, wo die Erbsubstanz sitzt, herauszusaugen und in eine gesunde Zelle einzusetzen.

Was ist Krebs - Pic 1

Die Zelle entwickelte sich normal, während umgekehrt ein gesunder Zellkern in eine entkernte Krebszelle zu einer Krebszelle führte. Die Eigenschaft „Krebs“ sitzt also nicht in der Erbsubstanz sondern im Zellplasma. Der Versuche wurde mit gleichem Ergebnis mehrfach wiederholt (Mintz, Illmensee 1975) mit dem gleichen Ergebnis. Die Mutationshypothese als Krebsursache ist also definitiv falsch. Sie wird aber in der Medizin bis heute wiederholt. Sie ist die einzige Begründung für Chemotherapie und Bestrahlung bei Krebs.

Eine weitere (ebenfalls widerlegte) Hypothese besagt, Krebszellen könnten sich aussäen und in anderen Organen als Metastasen weiterwuchern. Wenn das so ist, sollte es möglich sein mit Hilfe von einzelnen Krebszellen bei gesunden Versuchstieren Metastasen zu erzeugen. Dies ist bis heute nicht gelungen, es sei denn man schädigt die Tiere gleichzeitig durch Bestrahlung oder Chemotherapie.

Die noch recht junge Stammzellforschung hat gezeigt warum. Bösartige Tumore bestehen nicht aus einem Zelltyp, sondern wie Organe aus verschiedenen Zelltypen. Das wusste im 19. Jahrhundert zwar schon Virchow, aber irgendwie ist das zwischendurch verloren gegangen. Die allermeisten Zellen eines Tumors bestehen aus Zellen des befallenen Organs. Die Metastase eines Lebertumors ist also keineswegs eine kleine Leber in der Lunge.

Neben diesen nicht besonders aggressiven Zellen gibt es aber auch Krebsstammzellen (Progenitorzellen) in allen Organen. Nur eine von 10000 bis eine von 500000 Zellen ist dort solch eine. Sie befinden sich in einer Art Schlafzustand. Aus diesem Schlafzustand können sie geweckt werden. Eine sehr effektive Art des Weckens ist dabei die Chemotherapie (Shaked et al.2008) und die Bestrahlung (Lee et al. 2011).

Was ist Krebs - Pic 2

Jedes Kind könnte daraus schließen, dass das Auftreten von Metastasen nach einer Bestrahlung oder Chemotherapie durch diese Behandlung hervorgerufen wird und nicht durch irgendwelches „Aussäen“.

Der Begriff Metastasen gehört damit in den Bereich Science Fiction aber nicht mehr in eine ernsthafte Diskussion über Krebs. Da ein Tumor hauptsächlich aus harmlosen Zellen besteht ist seine Größe, die Vergrößerung oder Verkleinerung kein Maßstab für die Krebserkrankung.

Rat:

Wenn Ihr Arzt von Metastasen oder Mutationen redet, suchen Sie sich einen besser informierten.

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