EGAA 8 – Appetitkontrolle

Inhaltsstoffe:

Siliziumdioxid 94,2 %
Pflanzenextrakte 5,8 %
bestehend aus 2,9 % Curcumaextrakt
2,9 % Extrakt aus Cetraria islandica*

Fallstudie

In einem Versuch wurde 28 Personen mit Gewichtsproblemen (Bodymaßindex 30 und höher) Tabletten verabreicht, die entweder pflanzliche Wirkstoffe als Quantenpunkte (20 mg pro Tag) oder ein Placebo enthielten. 14 der Personen wurde über drei Monate das Placebo und danach über drei Monate pflanzliche Wirkstoffe als Quantenpunkte gegeben, einer anderen Gruppe von 14 Personen zuerst über drei Monate pflanzliche als Quantenpunkte und danach über 3 Monate das Placebo. Jeweils zu Ende der Versuchsperioden wurden die Gewichte notiert. Alle Teilnehmer waren angewiesen, ihr Essverhalten nicht bewusst zu ändern. Subjektiv wurde in der Versuchsgruppe häufig angegeben, dass sich der zuvor vorhandene Heißhunger verminderte.

Eine Teilnehmerin brach den Versuch nach Placebogabe ab. In zwei Fällen erfolgte eine leichte Zunahme (2% bzw. 7%).

Nimmt man Gewichtsschwankungen nach oben und unten von 10 % als normal an, so zeigt sich, dass 23 von 27 Probanden deutlich abnahmen (um 14-26 %). Der Bodymaßindex konnte in 21 von 27 Fällen unter den kritischen Wert von 30 gesenkt werden.

Egaa 8 - Pic 1

Wirkmechanismus

Pflanzliche Komplexstoffe als Quantenpunkte sind in der Lage, in vitro in Monozyten und deren Abkömmlingen NO-Synthase zu induzieren. In Versuchen zeigte sich eine sehr signifikante Gewichtsreduktion bei Übergewichtigen, die während eines placebokontrollierten Versuches ihr Ernährungsverhalten nicht bewusst einschränkten.

Die Nahrungsaufnahme, als eine der wichtigsten biologischen Funktionen, wird durch eine Reihe nervöser, zentralnervöser und hormoneller Reize gesteuert (Schulz C, Lehnert H, 1999).

Egaa 8 - Pic 2Abb.: Appetitsteuerung

Zentralnervös erfolgt eine Steuerung über Neurotransmitter und Neuromodulatoren:
§ Noradrenalin
§ Neuropeptid Y
§ GABA (Gamma-Aminobuttersäure)
§ Serotonin
§ CRF (Corticotropin Releasing Factor)
§ Dopamin
§ Leptin
§ CCK (Cholezystokinin)
§ Calcitonit

Dabei haben die monoaminergen Neurotransmitter (Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin) und das Indolamin Serotonin eine Schlüsselrolle. Dopamin aus dem lateralen Hypothalamus vermindert die Nahrungsaufnahme.

Bei der Integration der Stressreaktion ist insbesondere der CRF wichtig (Lehnert H et al. 1991; Lehnert H et al. 1998; Owens MJ, Nemeroff CB, 1991; Wieczorek I et al. 1997). Er führt zur Bildung von weniger Magensäure (Tebbe JJ et al. 2003) und begrenzt damit die Nahrungsaufnahme. Der CRF entsteht im Nucleus paraventricularis des Hypothalamus. CRF führt zur Bildung der Opioide Beta-Endorphin (Kavelaars A et al. 1990) und Dynorphin (Song ZH, Takemori AE, 1992). Diese Opioide begrenzen die Aufnahme fettreicher Nahrung, dies gilt besonders für den κ-Rezeptorantagonisten Dynorphin.

Eine positive Rückkopplung baut sich über die HPA-Achse (Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrinde; hypothalamus-pituitary gland-adrenal cortex) auf (Rivier C et al. 1982; McCann SM et al. 2000). CRF aus dem Hypothalamus bewirkt die Freisetzung von ACTH in der Hypophyse. ACTH setzt in der Nebennierenrinde DHEAS frei. Diese induziert die Bildung einer NO-Synthase im Hypothalamus. NO-Synthase setzt aus Arginin NO frei. NO spielt im Hypothalamus eine wichtige Schlüsselrolle für die Bildung von Neurotransmittern und Neuromodulatoren (Dawson TM, Dawson VL, 1996; Murphy S et al. 1993; Garthwaite J, Boulton CL, 1995). So führt es seinerseits zu einer verstärkten CRF-Bildung. Desgleichen wird die Bildung von Dopamin gesteigert.

Die NO-Synthase lässt sich durch eine Reihe von Stoffen in Mikrogliazellen induzieren (Liu J et al. 1996; Murphy S et al. 1993).

Bestimmte pflanzliche Komplexstoffe sind in vitro in der Lage, in Monozyten und deren Abkömmlingen eine NO-Synthase zu induzieren (Gradl T, Maurer S, 2000).

Diese Stoffe in der Nahrung werden zwar vom Darm aufgenommen, jedoch nicht oder kaum in den Hypothalamus transportiert. In höherer Konzentration und über längere Zeit oral eingenommen zeigen sie zudem ganz erhebliche unangenehme Nebenwirkungen. Daher sollten sie nur in geringer Menge oral aufgenommen werden und gezielt dorthin gebracht werden, wo sie die Bildung von NO fördern bzw. die NO-Synthase induzieren. Hierzu verwendet man bioaktive Quantenpunkte (Gradl 2008).

Die Wirksubstanz, als Quantenpunkt, wird von Monozyten aufgenommen, wobei eine orale Verabreichung möglich ist. In den Peyerschen Plaques des GALT-Systems finden sich die M-Zellen im follikel-assoziierten Epithel, wo die Quantenpunkte direkt den Monozyten präsentiert werden können. Durch Phagozytose werden dann die Carriers aufgenommen.

Als Mechanismus kann folgendes angenommen werden: Ein Teil der Monozyten wandert ins Gehirn und bildet sich in Mikrogliazellen um. Dort wird eine NO-Synthase induziert (Gradl T, Maurer S, 2000), die aus Arginin NO freisetzt. Im Nucleus paraventicularis führt dies zur CRF-Bildung und im lateralen Hypothalamus zu einer vermehrten Dopamin-Bildung. Wie sich in den Versuchen gezeigt hat, führt dies in der Summe zu einer verminderten Nahrungsaufnahme und damit zu einer erwünschten Gewichtsreduktion.

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