EGAA 4 – Depression

Inhaltsstoffe:

Sorbit 75 %
Magnesiumtrisilikat 13 %
Gewürzextrakte auf Träger 12 %
bestehend aus Sesamöl
Siliziumdioxid
Gewürzextrakte
68,8 %
29,0 %
2,2 %
bestehend aus Muskatnuss
Basilikum
Beifuss
Schwarzpfeffer
Koriander
Safran
Senf
Zimt
63,0%
22,3 %
9,1 %
3,2 %
0,5 %
0,2 %
0,2 %
0,2 %

Fallstudie

EGAA-4-Versuch mit 14 Probanden mit leichter bis mittlerer Depression

Egaa 4 - Pic 1Beurteilung nach der Hamiltonskala mit 24 Fragen. Im Mittel ergab sich eine Besserung um 10,4 Punkte. Bei 10 Personen kann die Depression als überwunden gelten (unter 10 Punkte), bei vier Probanden war sie nur noch leicht. Nur bei einer Probandin fand keine Besserung statt.

Wirkmechanismus

 

Umgangssprachlich wird der Begriff Depression verwendet um eine vorübergehende Niedergeschlagenheit zu beschreiben, wenn jemand sich schlecht fühlt, wenn er “down” ist. Biochemisch ist dieser Zustand durch einen Mangel an Serotonin, Dopamin, γ- Aminobuttersäure (GABA) und Endorphinen gekennzeichnet sowie durch zu viel an Monoaminoxidase (MAO) und Glutamat im Gehirn. Katecholamin ist dabei ein wichtiges Monoamin, das fehlen kann oder erniedrigt ist. Es wird auch ein Zusammenhang mit dem Immunsystem diskutiert (Müller, Schwarz 2007) wobei COX-2 Hemmer sich als wirkungsvolles Therapeutikum erwiesen (Müller et al. 2006). Die Verknüpfung mit der Art der Immunreaktion (TH1 oder TH2 moduliert) könnte über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse erfolgen.

Nach Pall (Pall 2007; Zong et al. 2008) kann die Ätiologie einiger Krankheiten wie der multiplen Chemikalienempfindlichkeit (MCS), der chronischen Müdigkeit (CSF), der Fibromyalgie und dem posttraumatischen Stresssyndrom (PTS) (vielleicht aber auch von rheumatischen Erkrankungen, entzündlicher Arteriosklerose, multipler Sklerose, Alzheimer und Parkinson) auf einen Circulus viciosus zurückgeführt werden. Am Anfang stehen Pestizide (chlororganische und phosphororganische Verbindungen sowie Pyrethroide), Schwermetalle, Aluminium-Ionen, organische Lösungsmittel, Schimmelpilze, physischer oder psychischer Stress aber auch virale und bakterielle Infektionen. Am Ende wird in allen Fällen ein NMDA-Rezeptor aktiviert worauf Ca++-Ionen in die Zelle einströmen. Diese Kalzium-Ionen aktivieren NF-к-B wodurch eine Entzündungskaskade beginnt. Sie aktivieren oder induzieren aber auch die Bildung von iNOS (induzierbare Stickstoffmonoxidsynthase). iNOS erzeugt NO (Stickstoffmonoxid), welches zusammen mit Sauerstoffradikalen (ROS) Peroxinitrit (ONOO-) bildet. Peroxinitrit hemmt die Atmungskette in den Mitochondrien (Müdigkeit) und verursacht Schäden durch die Lipidperoxidation. Es aktiviert aber auch den NMDA-Rezeptor, wodurch sich ein Circulus viciosus aufbaut.

Durch die Förderung des Abbaus von Serotonin und seines Vorläufers Tryptophan durch IDO (Indolamine 2,3 Dioxygenase) in Mikrogliazellen und nachfolgend der Kynureninmonooxygenase bei manifester Depression (Müller, Schwarz 2007) bildet sich Chinolinsäure, ein Agonist des NMDA-Rezeptor. So kann sich ein anderer Teufelskreis aufbauen, das bekannte „schwarze Loch“ der Depressionspatienten.

Egaa 4 - Pic 2Abb.: Abbauhemmung von Dopamin und GABA

Egaa 4 - Pic 3Abb.: Hemmung des Serotonin Re-uptakes

Die Wirkung bestimmter Gewürze auf das Gemüt ist seit langem bekannt.
Für viele Gewürze liegen mittlerweile auch wissenschaftliche Untersuchungen vor, die sehr oft aus asiatischen Ländern stammen, wo Gewürze eine längere Tradition haben als in Europa.

Muskatnuss (Myristica fragrans):
Muskatnuss enthält etwa 4 % der Myristinsäure welche (allein oder zusammen mit anderen Stoffen) für ihren antidepressiven Effekt (Dhingra, Sharma 2006) verantwortlich ist.
Basilikum (Ocimium basilicum):
Basilikum enthält Ursinsäure welche die Transkription der Cyclooxygenase-2 hemmt (Subbaramaiah et al. 2000).
Beifuss (Artemisia vulgaris):
Fünf Flavonide des Beifusses hemmen die Monoaminooxidase wodurch der Abbau von Dopamin gehemmt wird (Lee etal. 2006).
Koriandersamen (Coriandrum sativum):
Koriander hemmt den Abbau von GABA (Emamghoreishi et al. 2005) was anxiolytisch wirkt.
Schwarzpfeffer (Piper nigrum):
Schwarzpfeffer (bzw. das darin enthaltene Capsaizin) ist für seinen antikonvulsivischen Effekt bekannt (Abita et al. 1993). Dies rührt von einer Erhöhung des Dopamins im Glomus caroticum um das fünffache her (McQueen, Mir 1984). Capsaizin hemmt auch den NMDA-Rezeptor.
Safran (Crocus sativus):
In einer randomsierten Doppelblindstudie erwies sich Safran als ein wirksames Antidepressivum in Fällen von leichter und mittlerer Depression (Shahin et al. 2008).
Zimt (Cinnamomum verum):
Die Konzentration an Katecholamin erhöht sich durch Zimtaldehyd (Kimura 1968; Harada et al. 1982) mit zwei Effekten. Zum einen werden Entzündungsreaktionen gehemmt und zum anderen die Bildung von Stickstoffmonoxid durch iNOS.
Magnesium:
Magnesiumionen (Mg++) nicht aber chelatisiertes Magnesium wirken als Antagonist des NMDA-Rezeptors (Eby, Eby 2006¸Sun et al. 2005).
Senf (Sinapis alba):
hemmt, ebenso wie Zwiebel über Sinigrin und Sinalbin den Serotonin Re-uptake (Sakakibara et al. 2008).
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